Wie Sie den Wert von Arbeitssicherheit an Geschäftsführer kommunizieren

Erfolgs- statt Kostenfaktor: So überzeugen Sie im Gespräch

Für Geschäftsführer steht Arbeits- und Gesundheitsschutz häufig aufgrund von zwei Faktoren im Fokus: Haftung und Verantwortung. Demgegenüber stehen die Kosten, die damit verbunden sind. In vielen Unternehmen gehört es für Fachkräfte für Arbeitssicherheit zum Alltag, dass sie die Wirtschaftlichkeit von Arbeitsschutz belegen sollen. Inwieweit tragen geplante oder umgesetzte Maßnahmen zum übergeordneten Unternehmenserfolg bei?

Die Einhaltung von Gesetzen (Compliance), vermeidbare Kosten durch Unfälle oder Krankheiten, Personalengpässe, Sachschäden oder Produktionsausfälle sind Argumente, die Ihnen helfen können. Aber auch weiche Faktoren wie die Leistungsbereitschaft und Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie die Unternehmensreputation können Sie dabei unterstützen, interne Stakeholder zu überzeugen. Selbstverständlich fallen auch ethische Argumente ins Gewicht. Schließlich sollte jeder Mitarbeiter am Ende eines Arbeitstages gesund und unbeschadet zu Freunden und Familie zurückzukehren. Meist interessiert die Geschäftsführung: Wie kann der positive Zusammenhang zwischen Arbeitsschutz und Unternehmenserfolg anhand konkreter Zahlen und Fakten belegt werden?

Hier erhalten Sie passende Argumente, die Sie im Gespräch nutzen können:

1: So viel Gewinn machen Sie, wenn Sie einen Euro in Arbeitsschutz investieren
2: Diese Kosten bringen Arbeitsunfälle mit sich
3: Ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) rechnet sich
4: Der gute Ruf steht auf dem Spiel
5: Mitarbeitergewinnung in Zeiten von Fachkräftemangel 
 

1. So viel Gewinn machen Sie, wenn Sie einen Euro in Arbeitsschutz investieren

Zahlreiche nationale wie internationale Studien zum sogenannten Return on Prevention geben Antworten auf die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Arbeitsschutz. Zwei Studien sollen an dieser Stelle beispielhaft genannt werden: Das Projekt der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) „Return on Prevention 2.0: „Kosten und Nutzen von AMS“ sowie das Projekt der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) „Berechnung des internationalen ‚Return on Prevention' für Unternehmen“.

Was ist der Return on Prevention (RoP)?
Der RoP ermittelt, inwieweit sich Investitionen in Arbeits- und Gesundheitsschutz betriebswirtschaftlich lohnen. Namentlich angelehnt an den Return on Investment (RoI), soll die Kennzahl belegen, dass eine geringe Zahl an Arbeitsunfällen die Produktivität in Unternehmen steigert.

Die internationale Studie der DGUV kommt zu dem Ergebnis, dass der RoP-Faktor 2.2 beträgt. Das heißt: Jeder in Prävention investierte Euro bringt betriebswirtschaftlich gesehen 2,20 Euro ein. Als Grundlage für die Berechnung der Kennzahl dienten zahlreiche Interviews und Expertenbefragungen. Die Details zur genauen Vorgehensweise können Sie bei der DGUV nachlesen.

Die nationale Studie der VBG beschäftigt sich vordergründig mit der Frage, inwieweit sich Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) für Unternehmen lohnen. Auch diese Studie zog Experteninterviews als Methodik heran, wobei explizit Unternehmen mit und ohne AMS verglichen wurden. Das Ergebnis: Bezogen auf ein AMS beträgt der RoP-Faktor 2.3.

Die Ergebnisse hängen sicherlich von der Größe und Branche eines Unternehmens ab und können demnach nicht immer eins zu eins übertragen werden. Dies sollten Sie in Ihrer Argumentation einräumen. Dennoch: Unterstreichen Sie den wissenschaftlichen Hintergrund der beiden unabhängigen Studien. Ist die Darstellung des betriebswirtschaftlichen Nutzens von Arbeits- und Gesundheitsschutz noch zu abstrakt? In diesem Fall können Sie Fakten aus Ihrem Unternehmen heranziehen – wie beispielsweise die Zahl der Arbeitsunfälle.

2. Arbeitsunfälle bringen immense Verluste mit sich

Modernes Controlling arbeitet mit Kennzahlen. Anhand der meldepflichtigen Unfälle pro Mitarbeiter können Sie den Arbeitsschutz im Betrieb darstellen. Doch was bedeutet diese Kennzahl letztendlich? Da hier eine Relation fehlt, lässt sich Effektivität nur bedingt messen. Denn: Ein Vergleich zu anderen Unternehmen der gleichen Größe und Branche ergibt ein deutlich eindeutigeres Bild. Schließlich ist z.B. die Zahl der Unfälle in der Agrarbranche deutlich höher als im Dienstleistungssektor. Die Unfallquote, wie sie von der Berufsgenossenschaft definiert wird, stellt die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle pro 1.000 vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter im Betrieb dar. Die Formel lautet:

Unfallquote = (Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle × 1000 Mitarbeiter) / Anzahl der vollbeschäftigten im Mitarbeiter.

Rechenbeispiel:
Ein Unternehmen der Baubranche mit 200 Mitarbeitern hat im Jahr 2017 13 Unfälle an die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG-Bau) gemeldet. Die Genossenschaft weist für das Jahr 2017 eine Unfallquote von 53,64 aus. Durch die Anwendung der Formel wird deutlich, dass in unserem Beispielunternehmen die Quote 65 beträgt. Sie ist also 21% höher als die Durchschnittsquote der Branche.

Unter der Annahme, dass jeder meldepflichtige Arbeitsunfall nach Rechnungen der DGUV durchschnittlich zu 15 Fehltagen führt, ergeben sich in unserem Beispiel jährlich 195 Fehltage. Umgerechnet ist das nahezu eine Vollzeitstelle. Der Richtwert liegt in der Regel bei 220 Arbeitstagen.

Des Weiteren müssen noch nicht-meldepflichtige Unfälle bedacht werden. Die bayrische Arbeitsschutzbehörde geht davon aus, dass diese Zahl um das Drei- bis Zehnfache höher ist als die der meldepflichtigen Unfälle. Die DGUV rechnet mit zwei Ausfalltagen für diese Kategorie.

Rechenbeispiel:
Bei der Annahme eines Faktors fünf ist die Anzahl von 65 nicht-meldepflichtigen Unfällen anzunehmen, die (mal 2) zu 130 Ausfalltagen führen. Insgesamt ist also mit 325 durch Unfälle verursachten Ausfalltagen zu rechnen. Das ergibt einen Ausfall von 2.600 Arbeitsstunden. Geht man davon aus, dass eine Ausfallstunde z.B. 50 Euro Kosten verursacht, entstehen dem Unternehmen Kosten von 130.000 Euro.


Nach weiterer Schätzung werden sogenannte Bagatellunfälle mit dem Faktor 20 angegeben. Hierunter versteht man Unfälle, die nicht zu Ausfalltagen, aber zur Verzögerung und Störungen im Produktionsprozess führen. Beinahe-Unfälle und kritische Situationen werden mit dem Faktor 200 berechnet. Welche Kosten das mit sich bringt, ist aufgrund der Varianz von Faktor 20 bis 200 natürlich schwer zu sagen. An dieser Stelle soll zur besseren Veranschaulichung dennoch ein weiteres Rechenbeispiel gegeben werden.

Rechenbeispiel:
Wird aufgrund der hohen Zahl an Arbeitsverzögerungen davon ausgegangen, dass die gleichen Kosten wie bei Arbeitsunfällen verursacht werden, ergeben sich Gesamtkosten durch Unfälle und Beinahe-Unfälle in Höhe von 260.000 Euro. Pro Mitarbeiter entstehen 1.600 Euro Unfallkosten im Jahr.

Nicht berücksichtigt sind weitere mögliche Kosten wie:

  • Vertragsstrafen aufgrund verspäteter Auftragserfüllung

  • Reparatur bzw. Ersatz von Maschinen und Betriebsmitteln

  • Aufräumarbeiten

  • Höhere BG-Beiträge

  • Etc.

3. Ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) rechnet sich für Unternehmen

Kosten, die durch Arbeitsunfälle entstehen, können durch die Einführung eines geeigneten Arbeitsschutzmanagementsystems (AMS) minimiert werden. Das hat unter anderem die oben genannte Studie des VGB unter Beweis gestellt. Sollten Sie noch kein AMS eingeführt haben, lohnt sich auch hier ein Rechenbeispiel als Argumentationsgrundlage.

Rechenbeispiel:
Nimmt man an, dass durch die Einführung des AMS Kosten von 25.000 Euro entstehen und dadurch die Unfallquote im ersten Jahr nur um 10% sinkt, hat sich die Investition in unserem Beispielunternehmen bereits nach zwei Jahren refinanziert. Ein realistisches Ziel sollte jedoch eine weitaus höhere Quote reduzierter Arbeitsunfälle sein.

Für die erfolgreiche Nutzung eines AMS, müssen zuerst vier zentrale Elemente des Arbeits- und Gesundheitsschutzes eingeführt, umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit geprüft werden:

  • Gefährdungsbeurteilungen

  • Betriebsanweisungen

  • Unterweisungen

  • Prüfung von Betriebsmitteln

In der Gefährdungsbeurteilung werden die Risiken einzelner Tätigkeiten identifiziert und bewertet. Die Gefährdungsbeurteilung ist aber auch ein Ideen- und Planungsspeicher für Maßnahmen, die das Unternehmen umsetzen kann. Hier geht es um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Bereichen wie Ergonomie, Beleuchtung, Klima oder körperliche Belastung am Arbeitsplatz. Nicht jede Maßnahme ist realisierbar. Dennoch ist es ratsam, Faktoren ganzheitlich im Hinblick auf Ausfallzeiten zu beurteilen.

Eine Betriebsanweisung listet in komprimierter Form sämtliche Gefährdungen auf, die während der Arbeit entstehen. Des Weiteren werden Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung der Gefahren beschrieben. Dies schließt auch das Verhalten bei Notfällen ein. Zugängliche Betriebsanweisungen sind ein zentrales Mittel zur Information und Orientierung der Mitarbeiter am Arbeitsplatz.

In der Unterweisung werden sämtliche Gefährdungen am Arbeitsplatz im Dialog besprochen sowie Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung erläutert. In manchen Fällen sind auch Übungen mit Betriebsmitteln bzw. mit der Anwendung Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) notwendig. Verantwortliche sind dazu angehalten, Unterweisungen einer Wirksamkeitskontrolle zu unterziehen. Außerdem ist ein schriftlicher Nachweis der Unterweisungen notwendig (DGUV A1 §4 Absatz 1).

Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung ist ein Intervall und der Umfang der Prüfung von Betriebsmitteln festzulegen. Die Kompetenz des Prüfers sollte auch in der Gefährdungsbeurteilung vermerkt werden.

Alle vier Elemente bedürfen einer Dokumentation, in der verantwortliche Personen sowie Umsetzungstermine festgelegt werden. Die verbesserte Organisation des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bewahrt das Unternehmen vor unnötigen Kosten.

Legen Sie Ihrem Vorgesetzten oder der Geschäftsführung einen konkreten Plan zur Nutzung des AMS vor, steigern Sie die Chance, dass Ihr Vorhaben auf offene Ohren trifft.

4. Der gute Ruf steht auf dem Spiel

Neben harten Fakten wie dem RoP, den Kosten durch Arbeitsunfälle und der Amortisierung eines AMS, können Ihnen auch weiche Faktoren als Argumentationsgrundlage dienen. So hat Arbeitsschutz einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Außenwirkung des Unternehmens.

Image und Reputation sind heute zentrale Werttreiber für das Management. Stakeholder erwarten, dass Firmen Verantwortung übernehmen und Arbeitssicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellen. Unzureichender Arbeits- und Gesundheitsschutz kann dazu führen, dass Mitarbeiter oder Externe über Missstände in sozialen Medien berichten – und dadurch schnell eine große Öffentlichkeit erreichen. Kommt es zu tödlichen Unfällen, Einstürzen von Fabriken oder anderen kritischen Ereignissen, haben Unternehmen mit schwerwiegenden Kommunikationskrisen zu kämpfen. Das Medienecho hält hier oft lange an. Die Folgen können zu langfristigen Umsatzeinbußen und  Liquiditätsengpässen führen. Wird ein Gerichtsverfahren eingeleitet, können weitere Kosten folgen. Besonders heikel sind solche öffentlichen Krisen für börsennotierte Unternehmen. Die Finanzmärke sind sehr sensibel und haben die Macht die Medien schon lange verstanden.

Wird Arbeitsschutz hingegen ganzheitlich – und idealerweise über gesetzliche Vorschriften hinaus – gelebt, unterstützt er den guten Ruf von Unternehmen. In diesem Fall ist Arbeitssicherheit ein Imagetreiber und lässt sich in die reputationsfördernde CSR-Kommunikation einbinden.

5. Mitarbeiter gewinnen und halten

Die Verantwortung eines Unternehmens hat immense Wirkung auf die Zufriedenheit und Bindung von Arbeitnehmern, aber auch auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter. Klar ist: Gesunde Arbeitnehmer sind motivierter. Im Hinblick auf den aktuellen Fachkräftemangel gewinnt dieses Argument zusätzlich an Gewicht.

Ist der Nutzen dieses Arguments noch nicht überzeugend genug, können Sie diesen Faktor auch monetär bewerten. Mitarbeiterbindung ist günstiger als Recruiting. Besteht eine hohe Fluktuation, entstehen durch die ständigen Neueinstellungen hohe Kosten. Sie reichen vom Wissensverlust über die Personalgewinnung bis hin zu zeitlichen Ressourcen für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Mindestens genauso schwer wiegt entgangener Umsatz aufgrund von Mitarbeiterengpässen.

Gespräche vorbereiten und führen

So überzeugen Sie Geschäftsführer

Viele Maßnahmen zum Arbeitsschutz benötigen keine Überzeugungsarbeit, da sie gesetzlich verpflichtend sind. Die meisten Schutzausrüstungen sind ein Beispiel dafür. Möchte der Fachverantwortliche aber beispielsweise in ein AMS oder eine größere Maßnahme investieren, ist die erste Stelle, bei der ein „OK“ eingeholt werden muss, die Geschäftsführung bzw. Betriebsleitung.

Für die Vorbereitung können Sie nicht nur die üblichen Quellen wie Literatur, Internet o.ä. nutzen. Sie sollten auch Kontakt zu anderen Stellen aufnehmen, die Berührungspunkte zum Thema Arbeitsschutz haben. Hierzu zählen unter anderem:

  • Der Betriebsarzt (Arbeitsmediziner)

  • Die Sicherheitsbeauftragten / Fachkräfte für Arbeitssicherheit

  • Weitere Fachexperten (zum Beispiel Gefahrstoffbeauftragte, Umweltmanagementbeauftragte, Abfallbeauftragte, usw.)

  • Der Betriebsrat

Haben Sie ein umfassendes Bild und zahlreiche Argumente für sich gesammelt, ist der nächste Schritt die Gesprächsvorbereitung. Bei der Kommunikation mit dem Vorgesetzten gilt es, folgendes zu beachten:

  • Vorgesetzte haben oft wenig Zeit. Schildern Sie Ihr Anliegen deshalb kurz und knapp, aber verständlich.

  • Stellen Sie den Nutzen der gewünschten Maßnahmen für das Unternehmen und die Mitarbeiter in den Vordergrund.

  • Bereiten Sie mehrere Varianten der Umsetzung vor (möglichst zwei oder drei).

  • Erklären Sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Alternativen.

  • Erläutern Sie die Kosten, aber auch den Nutzen mit nachvollziehbarer Berechnung.

  • Stellen Sie sich auf Fragen und Widerstände der Führung ein („Ist das notwendig?“, „Welche Gesetze oder Verordnungen schreiben das vor?“ „Können wir es auch günstiger umsetzen?“)

  • Vereinbaren Sie verbindliche Termine und legen Sie Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der beschlossenen Maßnahme fest.

  • Erstellen Sie ein Protokoll oder eine Gesprächsnotiz mit allen wichtigen Punkten.

Ein solches Gespräch kann damit enden, dass Sie an die entsprechende Fachabteilung verwiesen werden, um weitere Details zu besprechen. Bitten Sie in diesem Fall den Geschäftsführer bzw. den Betriebsleiter, dass er die entsprechende Stelle oder der Verantwortliche über das anstehende Gespräch informiert. 

Mit der Fachabteilung kommunizieren

Auch hier ist eine gewisse Vorbereitung auf das Gespräch notwendig, die sich in folgenden Punkten von der Besprechung mit dem Betriebsleiter unterscheidet:

  • Vermeiden Sie eine fachliche Bevormundung, versuchen Sie eine Beraterrolle einzunehmen.

  • Nutzen Sie die Fachkompetenz Ihres Gesprächspartners, beziehen Sie ihn mit ein.

  • Lassen Sie neue Ideen und Vorschläge zu, solange sie der Zielerreichung der Maßnahme dienlich sind.

  • Fragen Sie nach notwendiger Hilfe und Unterstützung aus anderen Bereichen oder Abteilungen.

  • Vereinbaren Sie einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahme.

  • Besprechen Sie einen geeigneten Zeitpunkt zur Wirksamkeitskontrolle.

Viele Vorbereitungen aus dem Gespräch mit der Geschäftsführung, können auch in der Fachabteilung wiederaufkommen. Erneut ist es zentral, die Vorteile und den Nutzen der Maßnahmen für die Mitarbeitern zu vermitteln. Nutzen Sie Ihre Erfahrung aus dem Gespräch mit dem Betriebsleiter und erklären Sie den Nutzen und die Vorteile, die die Maßnahme für jeden Mitarbeiter mit sich bringt. Es ist erneut erforderlich, eine einfache und verständliche Sprache zu wählen, um die Aufmerksamkeit zu halten. Erzeugen Sie dabei eine Dialogatmosphäre und denken Sie daran, dass „der Köder dem Fisch schmecken muss, nicht dem Angler“. Nur, wenn die Maßnahme von den Mitarbeitern verstanden und akzeptiert wird, wird sie auch nachhaltig umgesetzt.

Fazit: Gesundes Unternehmen durch gesunde Mitarbeiter

Sie sehen: Für die positive Darstellung von Arbeits- und Gesundheitsschutz stehen mehrere Werkzeuge zur Verfügung. Die Bandbreite an Argumentationen reicht von „harten“ Rechenbeispielen bis hin zu weicheren Faktoren, die sich eher indirekt auf den Gewinn auswirken. Arbeitssicherheit sollte jedoch immer ganzheitlich gedacht werden. Die genannten Argumente stellen sicherlich nur einen kleinen Ausschnitt dar. Schließlich stehen bei dem Thema neben der Einhaltung von Gesetzen und Konstenrechnungen vor allem ethische Gründe im Vordergrund: Jedes Unternehmen trägt Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern

Richtig angewendet helfen Ihnen die Argumente dabei, den Wert von Arbeitssicherheit attraktiv und nutzbringend darzustellen. Alle Ebenen des Unternehmens, von der Geschäftsführung bis zum letzten Mitarbeiter, sollten den Nutzen eines gut organisierten und systematisch angewendeten Arbeits- und Gesundheitsschutzes erkennen. Ständige Wirksamkeitskontrolle und Verbesserung unter Beteiligung aller Mitarbeiter garantiert eine engagierte Umsetzung aller Maßnahmen. Dieses lässt sich unter der bereits oben genannten Formel zusammenfassen: „Gesundes Unternehmen durch gesunde Mitarbeiter“.